Fachkundige Stellungnahme: Nebenberuf zu Haupterwerb umstellen
Umstellung vom Nebenberuf in den Haupterwerb: So bereiten Sie die fachkundige Stellungnahme für den Gründungszuschuss mit klaren Unterlagen und Fristen vor.
Verfasst von der
Gründergold Redaktion
Schnellantwort: Für die Umstellung von einer nebenberuflichen in eine hauptberufliche Selbstständigkeit ist für den Gründungszuschuss in der Regel eine fachkundige Stellungnahme erforderlich. Entscheidend sind ein tragfähiger Businessplan, eine belastbare Finanzplanung und ein sauber abgestimmtes Startdatum mit der Arbeitsagentur. Wenn diese Punkte nachvollziehbar vorbereitet sind, ist der nächste sinnvolle Schritt die formale Antragstellung vor Aufnahme der hauptberuflichen Tätigkeit.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Ausgangslage klären: Prüfen Sie zuerst, ob die Umstellung tatsächlich in den Haupterwerb führt und ob Ihr Anspruch auf Arbeitslosengeld die Fördervoraussetzungen erfüllt.
- Unterlagen priorisieren: Die fachkundige Stellungnahme wird in der Praxis vor allem dann positiv bewertet, wenn Businessplan, Finanzplanung und Qualifikationsnachweise inhaltlich zusammenpassen.
- Fristen absichern: Beim Gründungszuschuss zählt die Reihenfolge. Vorgespräch, Unterlagenprüfung und Antrag sollten vor dem endgültigen Start in Vollzeit organisiert sein.
- Entscheidungsreife herstellen: Ihre Zahlen müssen nicht perfekt sein, aber plausibel, prüfbar und mit realistischen Annahmen hinterlegt.
- Risikobewusst handeln: Eine gute Vorbereitung erhöht die Nachvollziehbarkeit, ersetzt aber keine individuelle Ermessensentscheidung der Arbeitsagentur.
Wenn Sie Ihre Unterlagen strukturiert aufbereiten möchten, finden Sie hier eine praxisnahe Orientierung zur fachkundigen Stellungnahme.
Dieser Leitfaden richtet sich an Personen, die bereits nebenberuflich selbstständig sind und den Wechsel in den Haupterwerb planen. Er ist besonders relevant, wenn der Gründungszuschuss als Finanzierungsbaustein eingeplant wird. Ziel ist eine klare Entscheidungsvorlage für den nächsten Termin mit der Arbeitsagentur.
Kurzüberblick
Die Kernfrage lautet nicht nur, ob Ihr Vorhaben fachlich tragfähig ist, sondern ob die Umstellung in den Haupterwerb nachvollziehbar dokumentiert ist. Genau hier verbindet die fachkundige Stellungnahme Ihre fachliche Eignung mit der wirtschaftlichen Tragfähigkeit. Dieser Beitrag ist informational ausgerichtet und unterstützt Ihre Vorbereitung, ersetzt jedoch weder Rechtsberatung noch die Einzelfallprüfung der zuständigen Stelle.

Fachkundige Stellungnahme bei Gründergold
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Voraussetzungen und Unterlagen
Rechtlicher Rahmen: Was muss erfüllt sein?
Die Grundvoraussetzungen für den Gründungszuschuss sind im § 93 SGB III geregelt. Für die Umstellung von nebenberuflich auf hauptberuflich sind vor allem drei Punkte wesentlich:
- Sie beenden die Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer hauptberuflichen selbstständigen Tätigkeit.
- Am Tag der Aufnahme besteht in der Regel noch ein Restanspruch auf Arbeitslosengeld von mindestens 150 Tagen.
- Die Tragfähigkeit der Existenzgründung wird nachgewiesen, typischerweise über eine fachkundige Stellungnahme.
Die Förderhöhe und -dauer sind im § 94 SGB III beschrieben. Üblich ist eine erste Förderphase mit dem zuletzt bezogenen Arbeitslosengeld plus monatlicher Pauschale sowie eine mögliche zweite Phase zur sozialen Absicherung. Für Ihre Entscheidung gilt: Maßgeblich bleiben immer die aktuelle Rechtslage und der konkrete Bescheid.
Auf den Seiten der Bundesagentur für Arbeit zum Gründungszuschuss wird außerdem klar, dass es sich um eine Ermessensleistung handelt. Das bedeutet: Auch bei vollständigen Unterlagen gibt es keine automatische Bewilligung. Genau deshalb sollten Sie Ihre Unterlagen nicht nur vollständig, sondern argumentativ konsistent aufbauen.
Was bedeutet „vom Nebenberuf in den Haupterwerb“ in der Praxis?
Bei der Umstellung zählt nicht allein eine formale Erklärung. Die Arbeitsagentur prüft, ob Ihr Vorhaben tatsächlich hauptberuflich betrieben wird und geeignet ist, Ihre Arbeitslosigkeit zu beenden. Ein stimmiges Bild entsteht, wenn mehrere Nachweise zusammenpassen:
- zeitlicher Schwerpunkt der Tätigkeit im selbstständigen Geschäft
- realistische Umsatz- und Ertragsentwicklung in der Finanzplanung
- konkrete Marktbearbeitung mit nachweisbaren Vertriebsaktivitäten
- klare Organisation von Krankenversicherung und Altersvorsorge
Wenn Sie bisher nebenberuflich tätig waren, ist das kein Nachteil. Im Gegenteil: Bereits vorhandene Umsätze, Referenzen oder laufende Kundenaufträge können die Tragfähigkeit deutlich besser belegen als rein theoretische Annahmen. Wichtig ist, dass Sie die Übergangsphase transparent erklären. Beschreiben Sie deshalb nachvollziehbar, wie Sie von einer Nebentätigkeit zu einer wirtschaftlich tragenden Vollzeittätigkeit wechseln.
Welche Unterlagen sind für die fachkundige Stellungnahme entscheidend?
Für die Stellungnahme verlangt die fachkundige Stelle üblicherweise ein belastbares Paket aus fachlichen und wirtschaftlichen Unterlagen. Die genaue Liste kann regional variieren, daher ist der Abgleich mit Ihrer Agentur sinnvoll. Typischerweise gehören dazu:
- Businessplan: Zielgruppe, Angebot, Markt, Positionierung, Preislogik und Vertriebsweg.
- Finanzplanung: Umsatzplanung, Kostenstruktur, Rentabilitätsvorschau und Liquiditätsverlauf.
- Qualifikationsprofil: Lebenslauf, berufliche Stationen, Nachweise über Fachkenntnisse.
- Praxisbelege: Auftragslage, Interessensbekundungen, Referenzen oder Pilotkunden.
- Formulare: Das BA-Dokument für die Stellungnahme der fachkundigen Stelle sowie Antragsunterlagen der Agentur.
Das offizielle Formular „Stellungnahme der fachkundigen Stelle“ finden Sie im PDF der Bundesagentur für Arbeit (Formular GZ). Achten Sie darauf, dass die Angaben im Formular exakt zu Ihrem Businessplan und zur Finanzplanung passen. Widersprüche zwischen Textteil und Zahlenwerk sind einer der häufigsten Gründe für Rückfragen.
Welche fachkundige Stelle ist sinnvoll?
In vielen Fällen kommen Kammern als fachkundige Stelle in Betracht, zum Beispiel IHK oder HWK. Je nach Branche können auch andere anerkannte Stellen geeignet sein. Entscheidend ist, was Ihre zuständige Arbeitsagentur für den konkreten Fall akzeptiert. Klären Sie diese Frage frühzeitig, bevor Sie Unterlagen aufbereiten.
Eine gute Reihenfolge ist:
- Zuständigkeit bei der Arbeitsagentur klären.
- Geeignete fachkundige Stelle auswählen.
- Unterlagenformat und Bearbeitungszeit abstimmen.
- Erst dann final einreichen.
So vermeiden Sie Nacharbeiten und sparen oft mehrere Wochen in der Gesamtstrecke.
Ablauf und Fristen
Die folgende Übersicht zeigt einen praxistauglichen Ablauf für die Umstellung. Die Reihenfolge ist auf Nachvollziehbarkeit und Fristsicherheit ausgerichtet, nicht auf Geschwindigkeit um jeden Preis.
| Phase | Ihre Aktion | Zweck für die Entscheidung | Zeitfenster | Prüfpunkt |
|---|---|---|---|---|
| Orientierung | Termin bei der Arbeitsagentur vereinbaren und Fördervoraussetzungen im Einzelfall klären | Frühzeitige Klärung von Restanspruch, Starttermin und akzeptierter fachkundiger Stelle | 4-8 Wochen vor geplantem Vollzeitstart | Sie haben eine schriftliche Notiz mit Ansprechpartner, Datum und den individuell genannten Voraussetzungen |
| Unterlagenkern | Businessplan und Finanzplanung zusammen erstellen oder überarbeiten | Tragfähigkeit und Hauptberuflichkeit in einer konsistenten Darstellung abbilden | 3-6 Wochen vor Antrag | Text, Zahlen und Zeitplan enthalten dieselben Annahmen zu Preis, Kundenzahl und Kosten |
| Externe Prüfung | Unterlagen an die fachkundige Stelle geben und Rückfragen beantworten | Formale Tragfähigkeitsbewertung als zentrale Antragsunterlage erhalten | 2-4 Wochen vor Antrag | Die Stellungnahme liegt vollständig vor und verweist auf Ihr aktuelles Zahlenwerk |
| Antrag | Antrag auf Gründungszuschuss vollständig bei der Agentur einreichen | Ermessensentscheidung auf vollständiger Aktenlage ermöglichen | Vor Aufnahme der hauptberuflichen Selbstständigkeit | Eingangsbestätigung liegt vor und fehlende Unterlagen sind nicht mehr offen |
| Start | Haupterwerb gemäß abgestimmtem Datum aufnehmen und Dokumentation fortführen | Konsistenz zwischen Antrag, Bescheid und tatsächlichem Start sichern | Zum abgestimmten Starttermin | Tätigkeitsumfang, Verfügbarkeit und Angebotsaktivität sind gegenüber der Planung nachvollziehbar |
| Fortführung | Rechtzeitig Nachweise für mögliche zweite Förderphase vorbereiten | Anschlussförderung bei stabiler Geschäftsentwicklung plausibel begründen | Gegen Ende der ersten Förderphase | Aktuelle Zahlen zeigen fortgesetzte hauptberufliche Aktivität und tragfähige Entwicklung |
Nach den Informationen der Arbeitsagentur sollte die Antragstellung rechtzeitig vor der Aufnahme erfolgen (Beantragung Gründungszuschuss). Planen Sie deshalb nicht auf den letzten Tag. Reservezeiten sind wichtig, falls Nachfragen zu Businessplan oder Finanzplanung auftreten.
Für die zweite Förderphase ist kein Automatismus vorgesehen. Sie müssen die weitere hauptberufliche Geschäftstätigkeit belegen und den Antrag rechtzeitig stellen. Grundlage dafür ist erneut eine schlüssige Verbindung aus Fakten, Zahlen und Geschäftsentwicklung.
Entscheidungsfragen vor der Einreichung
Vor dem finalen Versand hilft ein kurzer Selbsttest. Er verhindert, dass Sie formell vollständig, aber inhaltlich unklar einreichen.
Reicht mein Restanspruch auf Arbeitslosengeld aus?
Wenn der Restanspruch zum geplanten Start voraussichtlich unter die notwendige Schwelle fällt, sollten Sie das Startdatum und die Antragsreihenfolge neu ordnen. Die rechtliche Grundlage ist eindeutig, die praktische Berechnung erfolgt jedoch im Einzelfall über Ihre Agentur.
Ist die Umstellung in den Haupterwerb tatsächlich erkennbar?
Wenn Ihr Alltag weiterhin überwiegend wie ein Nebenerwerb aussieht, wirkt der Antrag oft inkonsistent. Planen Sie daher sichtbar um: klare Wochenstruktur, verbindliche Vertriebszeit und belastbare Zielgrößen für Aufträge und Umsatz.
Tragen meine Zahlen auch bei vorsichtiger Planung?
Eine tragfähige Finanzplanung braucht keinen Optimismus, sondern Stimmigkeit. Arbeiten Sie mit konservativen Annahmen und legen Sie offen, wie Sie auf Umsatz und Kosten kommen. Quellen für Finanzierung und Reserve können Sie ergänzend über das Existenzgründungsportal des BMWK prüfen.
Passt die gewählte fachkundige Stelle zu meinem Fall?
Nicht jede Stelle prüft jedes Geschäftsmodell gleich tief. Wenn Ihre Tätigkeit branchenspezifisch ist, erhöht eine fachlich passende Prüfstelle häufig die Qualität der Rückmeldung. Wichtig bleibt die Akzeptanz durch die zuständige Arbeitsagentur.
Typische Fehler und Korrekturen
Startdatum wird zu früh festgelegt
- Problem: Die hauptberufliche Tätigkeit beginnt praktisch, bevor Antrag und Unterlagen vollständig abgestimmt sind. Dadurch entstehen formale Risiken.
- Korrektur: Starttermin erst dann final setzen, wenn die Reihenfolge aus Beratung, Stellungnahme und Antrag belastbar geplant ist.
- Prüfpunkt: Für alle Schritte liegt ein Terminplan vor, der vor dem Startdatum endet.
Businessplan und Finanzplanung widersprechen sich
- Problem: Im Textteil wird Wachstum angekündigt, die Zahlen zeigen aber keine entsprechende Entwicklung oder zu geringe Vertriebsaktivität.
- Korrektur: Alle Annahmen in einem zentralen Planblatt harmonisieren und danach Text sowie Tabellen synchron überarbeiten.
- Prüfpunkt: Jede wichtige Aussage im Businessplan ist in der Finanzplanung als Zahl oder Annahme wiederzufinden.
Hauptberuflichkeit bleibt unklar
- Problem: Die Unterlagen zeigen keine klare Abgrenzung zum bisherigen Nebenberuf. Das Vorhaben wirkt wie eine Fortsetzung in Teilzeit.
- Korrektur: Wochenstruktur, Kapazität, Zielumsatz und Kundenakquise als Vollzeitmodell konkret darstellen.
- Prüfpunkt: Ein externer Leser erkennt in wenigen Minuten, dass die Tätigkeit auf Vollerwerb ausgerichtet ist.
Rückfragen der fachkundigen Stelle werden nur knapp beantwortet
- Problem: Nachfragen werden formal abgearbeitet, aber nicht mit belastbaren Nachweisen hinterlegt. Das verzögert den Prozess.
- Korrektur: Antworten mit Belegen versehen, zum Beispiel Kalkulationsblätter, Angebotsmuster oder aktualisierte Umsatzannahmen.
- Prüfpunkt: Jede Rückfrage ist mit einer konkreten Anlage beantwortet und eindeutig referenziert.
Liquidität wird zu optimistisch geplant
- Problem: Anlaufkosten, Zahlungsziele oder saisonale Schwankungen fehlen. Dadurch entsteht eine rechnerisch schöne, praktisch aber unsichere Planung.
- Korrektur: Monatliche Liquiditätsplanung mit Reserve und vorsichtigen Zahlungseingängen erstellen.
- Prüfpunkt: Für jeden Monat ist erkennbar, dass laufende Verpflichtungen auch bei späteren Zahlungen gedeckt sind.
Checkliste
- Vereinbaren Sie früh ein Gespräch mit Ihrer Arbeitsagentur, damit Förderlogik und Reihenfolge verbindlich abgestimmt sind. Prüfpunkt: Sie haben eine schriftliche Zusammenfassung mit Ansprechpartner, Datum und den besprochenen Voraussetzungen.
- Prüfen Sie Ihren Restanspruch auf Arbeitslosengeld zum geplanten Startdatum, weil dieser Wert die Förderfähigkeit maßgeblich beeinflusst. Prüfpunkt: Die Anzahl der verbleibenden Tage ist dokumentiert und mit dem Starttermin abgeglichen.
- Definieren Sie den Wechsel in den Haupterwerb mit konkreter Wochenplanung, damit die Hauptberuflichkeit nachvollziehbar wird. Prüfpunkt: Ihr Zeitplan zeigt klare Vollzeitblöcke für Leistungserbringung, Vertrieb und Administration.
- Überarbeiten Sie den Businessplan auf ein klares Leistungsversprechen, damit die fachkundige Stelle Ihr Marktmodell schnell einordnen kann. Prüfpunkt: Zielgruppe, Nutzen und Preislogik sind in wenigen Sätzen eindeutig beschrieben.
- Erstellen Sie eine realistische Finanzplanung mit konservativen Annahmen, damit Tragfähigkeit auch bei Abweichungen sichtbar bleibt. Prüfpunkt: Es gibt eine Umsatz-, Kosten- und Liquiditätssicht mit nachvollziehbaren Annahmen je Monat.
- Ergänzen Sie Ihre Planung um konkrete Nachweise aus der Praxis, weil echte Marktsignale die Plausibilität erhöhen. Prüfpunkt: Mindestens drei belastbare Belege wie Anfragen, Referenzen oder laufende Aufträge sind geordnet abgelegt.
- Klären Sie vorab, welche fachkundige Stelle in Ihrem Fall akzeptiert wird, um unnötige Zweitprüfungen zu vermeiden. Prüfpunkt: Die gewählte Stelle ist benannt und die Akzeptanz durch die Arbeitsagentur ist dokumentiert.
- Reichen Sie nur konsistente Unterlagen ein, damit Rückfragen nicht durch Widersprüche zwischen Text und Zahlen entstehen. Prüfpunkt: Ein Gegencheck bestätigt, dass alle Kernannahmen in Businessplan und Finanzplanung identisch sind.
- Planen Sie Puffer für Rückfragen ein, weil formale Vollständigkeit selten im ersten Schritt erreicht wird. Prüfpunkt: Ihr Zeitplan enthält mindestens eine zusätzliche Woche für Nachreichungen.
- Bereiten Sie die Fortführung nach der ersten Förderphase früh vor, damit ein möglicher Folgeantrag nicht unter Zeitdruck entsteht. Prüfpunkt: Spätestens im fünften Fördermonat liegen aktuelle Kennzahlen und ein kurzer Entwicklungsbericht vor.
Nächster Schritt
Wenn Sie jetzt in die Umsetzung gehen möchten, nutzen Sie die strukturierte Unterstützung zur fachkundigen Stellungnahme, um Businessplan, Finanzplanung und Unterlagen in eine belastbare Reihenfolge zu bringen. Für vertiefende Hintergründe zur Existenzgründung finden Sie ergänzende Beiträge im Blog.
Häufige Fragen
Welche Unterlagen sind bei der Umstellung vom Nebenberuf in den Haupterwerb entscheidend?
Entscheidend sind ein in sich stimmiger Businessplan, eine belastbare Finanzplanung und Nachweise, dass die Tätigkeit in den Haupterwerb überführt wird. Zusätzlich brauchen Sie die formalen Antragsunterlagen, einschließlich des BA-Formulars zur Stellungnahme der fachkundigen Stelle. Praktische Belege wie erste Kunden, Aufträge oder Referenzen erhöhen die Nachvollziehbarkeit deutlich.
Wie läuft der nächste Schritt nach der Prüfung ab?
Nach der Prüfung durch die fachkundige Stelle reichen Sie den vollständigen Antrag bei der Arbeitsagentur ein. Danach folgt die Ermessensentscheidung auf Basis Ihrer Unterlagen und der individuellen Situation. Sinnvoll ist, währenddessen alle Unterlagen aktuell zu halten, damit Rückfragen schnell beantwortet werden können.
Wann ist Unterstützung durch Fachkundige Stellungnahme sinnvoll?
Unterstützung ist besonders sinnvoll, wenn die Umstellung komplex ist, etwa bei schwankenden Umsätzen, höherem Investitionsbedarf oder unklarem Startzeitpunkt. Eine strukturierte Vorbereitung hilft, Widersprüche früh zu erkennen und die Argumentation zu schärfen. Das verbessert die Entscheidungsreife, ohne eine Bewilligung zu garantieren.
Ist eine Bewilligung mit vollständigen Unterlagen sicher?
Nein. Der Gründungszuschuss ist eine Ermessensleistung. Vollständige und gut strukturierte Unterlagen verbessern Ihre Position deutlich, ersetzen aber keine behördliche Einzelfallentscheidung.
Kann ich vor der Entscheidung bereits vollständig in den Haupterwerb wechseln?
Das ist ein sensibler Punkt. In der Praxis sollten Sie Reihenfolge und Startdatum vorab mit Ihrer Arbeitsagentur abstimmen, damit Antrag, Beginn und Nachweise zusammenpassen. Ein ungeplanter Vollzeitstart vor formaler Klärung kann den Prozess erschweren.
Nächster Schritt

Fachkundige Stellungnahme
Professionelle Beratung durch zertifizierte fachkundige Stelle
- Start in 24h (in der Regel)
- Ab 98 EUR zzgl. MwSt.
- Fachkundige Prüfung für den Antrag bei Ihrer Stelle
Quellen
- Arbeitsagentur: Gründungszuschuss beantragen
- Arbeitsagentur: Existenzgründung und Gründungszuschuss
- Arbeitsagentur PDF: Stellungnahme der fachkundigen Stelle (GZ)
- SGB III § 93 Gründungszuschuss
- SGB III § 94 Dauer und Höhe der Förderung
- Existenzgründungsportal: Finanzierung
- Industrie- und Handelskammern (IHK)
- Handwerkskammern (HWK)
- KfW Förderbank