Tragfähigkeitsbescheinigung: Welche Qualifikationsnachweise zählen?
Welche Qualifikationsnachweise erwartet die Arbeitsagentur typischerweise für Gründungszuschuss und Tragfähigkeitsbescheinigung? Mit Checkliste, Beispielen und FAQ.
Verfasst von der
Gründergold Redaktion
Schnellantwort: Für Gründungszuschuss und Tragfähigkeitsbescheinigung zählt weniger „ein perfektes Zertifikat“, sondern ein stimmiges Nachweis-Paket: passende Qualifikationen, belastbare Berufserfahrung und ein dazu passender Businessplan mit Finanzplanung. Wenn Ihnen einzelne Belege fehlen, ist die beste Entscheidung meist: Lücken gezielt schließen (oder sauber erklären) und die Unterlagen so strukturieren, dass die Arbeitsagentur Ihre Eignung schnell nachvollziehen kann.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Zwei Prüfungen, ein Ziel: Die fachkundige Stelle bewertet die Tragfähigkeit (Businessplan + Finanzplanung), die Arbeitsagentur zusätzlich Ihre persönliche und fachliche Eignung.
- Qualifikationsnachweise sind „Passungsnachweise“: Entscheidend ist, ob Zeugnisse, Zertifikate und Berufserfahrung konkret zur geplanten Tätigkeit passen.
- Quereinstieg ist möglich – aber erklärungsbedürftig: Dann helfen dokumentierte Praxis (Arbeitsproben, Projektnachweise, Referenzen) und eine klare Lern- und Umsetzungslogik.
- Reglementierte Tätigkeiten brauchen harte Belege: Wenn Erlaubnisse, Eintragungen oder Nachweise vorgeschrieben sind, sollten diese früh geklärt und dokumentiert sein.
- Ordnung schlägt Umfang: Ein sauberer Lebenslauf, ein Inhaltsverzeichnis und eindeutig benannte Anlagen erhöhen die Nachvollziehbarkeit.
Wenn Sie Ihren Businessplan und die Finanzplanung für die Tragfähigkeitsbescheinigung strukturiert prüfen lassen möchten, ist eine begleitete Vorbereitung oft der nächste sinnvolle Schritt: Tragfähigkeitsbescheinigung.
Dieser Leitfaden ist für Menschen gedacht, die den Gründungszuschuss anstreben und sich fragen, welche Qualifikationsnachweise „reichen“ – besonders bei Weiterbildungen oder Quereinstieg. Ziel ist, dass Sie danach konkret entscheiden können, welche Belege Sie beilegen, welche Sie nachreichen sollten und wie Sie Ihr Paket für Businessplan und Antrag schlüssig machen.
Kurzüberblick
Für den Gründungszuschuss müssen Sie der Arbeitsagentur die Tragfähigkeit der Gründung nachweisen und Ihre Kenntnisse und Fähigkeiten zur selbständigen Tätigkeit darlegen. Die Tragfähigkeit wird typischerweise über eine Stellungnahme einer fachkundigen Stelle (Tragfähigkeitsbescheinigung) abgedeckt, während die Arbeitsagentur zusätzlich Ihre Eignung und Gesamtsituation bewertet. Eine „einheitliche Belegliste“ gibt es selten – sinnvoll ist ein Set aus passenden Qualifikationen, nachvollziehbarer Erfahrung und einem konsistenten Konzept.
Voraussetzungen und Kriterien: So bewertet die Arbeitsagentur Ihre Eignung
Rechtsrahmen: Was formal gefordert ist (und was nicht)
Der Gründungszuschuss ist eine Ermessensleistung. Es gibt also keine automatische Bewilligung, selbst wenn viele Voraussetzungen erfüllt sind. Die Arbeitsagentur betont ausdrücklich, dass kein Rechtsanspruch besteht und dass Ihre Vermittlungsfachkraft u. a. anhand von Qualifikations- und/oder Berufserfahrungsnachweisen beurteilt, ob Sie die notwendigen Kompetenzen besitzen. Bundesagentur für Arbeit – Gründungszuschuss beantragen
Rechtlich ist außerdem wichtig: Für den Nachweis der Tragfähigkeit ist eine Stellungnahme einer fachkundigen Stelle vorzulegen; fachkundige Stellen sind insbesondere IHK, HWK, berufsständische Kammern, Fachverbände und Kreditinstitute. Außerdem sollen Sie Ihre Kenntnisse und Fähigkeiten zur Ausübung der selbständigen Tätigkeit darlegen. Gesetze im Internet – § 93 SGB III
Was „Kenntnisse und Fähigkeiten darlegen“ praktisch bedeutet
In der Praxis läuft diese Eignungsdarlegung fast nie über ein einzelnes Dokument. Stattdessen entsteht ein Gesamtbild aus:
- Ihrem beruflichen Werdegang (Lebenslauf, Tätigkeiten, Verantwortlichkeiten),
- formalen Qualifikationen (Ausbildung, Studium, Fortbildungen),
- praktischer Erfahrung (Arbeitszeugnisse, Projekte, Referenzen, Arbeitsproben),
- sowie der Frage, ob Ihr Businessplan und Ihre Finanzplanung plausibel zu Ihren Fähigkeiten und zum Markt passen.
Je besser Sie belegen können, dass Sie die geplante Leistung fachlich erbringen und kaufmännisch steuern können (oder sich dazu realistisch Unterstützung organisieren), desto „lesbarer“ wird Ihr Antrag.
Welche Qualifikationsnachweise typischerweise hilfreich sind (mit Einordnung)
Nutzen Sie diese Kategorien als Orientierung – nicht als starre Pflichtliste:
- Berufsabschluss / Studium: Abschlusszeugnisse, Notenübersichten, Urkunden. Besonders relevant, wenn die Tätigkeit fachlich klar daran anknüpft.
- Fort- und Weiterbildungen: Zertifikate mit Lerninhalten und Umfang (Stunden), z. B. Fachkurse, Kammerlehrgänge, anerkannte Qualifizierungen.
- Berufserfahrung: Arbeitszeugnisse, Tätigkeitsnachweise, Projektbeschreibungen, Bescheinigungen über Verantwortungsbereiche.
- Selbständige Vorpraxis (falls vorhanden): Rechnungsbeispiele (anonymisiert), Auftragsbestätigungen, Portfolio, Kundenreferenzen.
- Branchenspezifische Nachweise: z. B. Sachkundenachweise, Hygieneschulungen, Konzessionen, Eintragungen, wenn für Ihr Gewerbe erforderlich.
- Kaufmännische Basis: Nachweise zu Buchführung/Steuern/Kalkulation (Kurse, Coaching, relevante Berufspraxis). Das ersetzt keine Fachqualifikation, kann aber Kompetenzlücken im „Unternehmensbetrieb“ plausibel schließen.
Wichtig: Viele fachkundige Stellen nennen neben Businessplan und Planungsrechnung ausdrücklich auch Lebenslauf sowie Zeugnisse/Qualifikationsnachweise als Teil der Unterlagen. Beispielhaft fordert die IHK Berlin u. a. Lebenslauf und Zeugnisse zusätzlich zur Planung. IHK Berlin – Stellungnahme zum Gründungszuschuss
Quereinstieg: So machen Sie Kompetenz ohne „klassischen“ Abschluss nachvollziehbar
Wenn Sie in ein neues Feld wechseln, ist die Kernfrage selten: „Haben Sie den perfekten Abschluss?“ – sondern: „Können Sie nachweisbar liefern, was Sie im Businessplan versprechen?“
Bewährt hat sich dafür eine klare Kette:
- Tätigkeitsprofil (was genau tun Sie?)
- Kompetenzbausteine (welche Fähigkeiten brauchen Sie dafür?)
- Belege je Baustein (welches Dokument beweist das?)
- Praxisbeweis (Arbeitsprobe/Projekt/Referenz)
So vermeiden Sie, dass Sie zwar viele Zertifikate beilegen, aber der Bezug zur geplanten Leistung unklar bleibt.
Reglementierte Tätigkeiten: erst Zulassung klären, dann sauber belegen
Bei erlaubnispflichtigen oder reglementierten Tätigkeiten (je nach Branche und Region) zählen formale Nachweise oft stärker als bei freien Dienstleistungen. Wenn für Ihr Vorhaben z. B. eine Erlaubnis, Eintragung oder ein Sachkundenachweis nötig ist, sollte dieser Teil Ihrer Anlagenmappe sein – oder Sie legen nachvollziehbar dar, bis wann und wie Sie ihn erbringen.
Vergleich: Nachweis-Paket je Ausgangslage
Die folgende Tabelle ist als Entscheidungs-Navigator gedacht. Sie soll Ihnen helfen, die nächsten Schritte passend zu Ihrer Situation zu wählen – ohne unnötige Anlagen zu sammeln.
| Ausgangslage | Ihr nächster Schritt (Aktion) | Typische Belege, die passen | Prüfpunkt |
|---|---|---|---|
| Direkter Anschluss an Ihren Beruf (z. B. gleiche Branche) | Ordnen Sie Ihre bisherigen Tätigkeiten exakt den geplanten Leistungen zu (1 Seite Zuordnung). | Abschlusszeugnis, Arbeitszeugnisse, Projektnachweise, ggf. Fortbildungen | Ist zu jeder Kernleistung mindestens ein Beleg vorhanden, der diese Leistung direkt stützt? |
| Quereinstieg mit Weiterbildung | Ergänzen Sie Zertifikate um Praxisbelege (kleines Portfolio) und erklären Sie Lerntransfer im Businessplan. | Zertifikate mit Umfang/Inhalten, Arbeitsproben, Referenzen, Testkunden-Projekte (dokumentiert) | Können Dritte die Qualität Ihrer Arbeit anhand von 2–3 Beispielen nachvollziehen? |
| Tätigkeit mit Erlaubnis-/Sachkundenachweis | Klären Sie Anforderungen vorab und dokumentieren Sie den Status (vorhanden, beantragt, Termin). | Erlaubnis, Eintragung, Sachkundenachweis, Kursbestätigung, Termin-/Antragsnachweis | Ist klar belegt, dass Sie zum Start rechtlich arbeiten dürfen (oder wann genau)? |
| Gründung mit Partner/in | Legen Sie für alle operativ tätigen Personen Lebenslauf und passende Nachweise bei. | Lebensläufe, Qualifikationsnachweise je Person, Aufgabenverteilung, ggf. Gesellschaftsentwurf | Ist die Rollenverteilung so beschrieben, dass Kompetenzlücken geschlossen wirken? |
| Handwerkliche Gründung (HWK-Zuständigkeit) | Prüfen Sie HWK-Zuständigkeit und fügen Sie berufsbezogene Nachweise strukturiert bei. | Berufs-/Meisternachweise, handwerksbezogene Qualifikationen, ggf. Eintragung/Anträge | Ist erkennbar, dass Ihr Vorhaben in den Zuständigkeitsrahmen fällt und die Qualifikation passt? |
Checkliste: Qualifikationsnachweise und Unterlagen-Paket finalisieren
- Formulieren Sie Ihr Tätigkeitsprofil in 5–7 Sätzen (Leistung, Zielgruppe, Einnahmequelle). Das sorgt dafür, dass Ihre Nachweise nicht „ohne Bezug“ wirken. Prüfpunkt: Eine außenstehende Person kann Ihr Angebot in 30 Sekunden korrekt wiedergeben.
- Aktualisieren Sie Ihren Lebenslauf auf die geplante Selbständigkeit (Schwerpunkte, Projekte, Verantwortung). Ein tabellarischer Lebenslauf ist bei fachkundigen Stellen häufig Teil der Unterlagen. Prüfpunkt: Jede Station hat Monat/Jahr, Tätigkeitsschwerpunkt und einen klaren Bezug zur Gründung.
- Sammeln Sie formale Abschlüsse (Ausbildung/Studium) als gut lesbare Kopien. Damit reduzieren Sie Rückfragen zur Grundqualifikation. Prüfpunkt: Alle Abschlussdokumente sind vollständig (Urkunde + Zeugnis) und in einer Datei gebündelt.
- Legen Sie 2–4 Arbeitszeugnisse oder Tätigkeitsnachweise bei, die fachliche Kernaufgaben belegen. Das macht Berufserfahrung überprüfbar. Prüfpunkt: Mindestens ein Nachweis beschreibt Aufgaben, die Ihrer geplanten Leistung sehr ähnlich sind.
- Ergänzen Sie Weiterbildungszertifikate um Inhalte und Umfang (Stunden/Module). Ohne Kontext sind Zertifikate oft schwer bewertbar. Prüfpunkt: Zu jedem Zertifikat ist ersichtlich, was gelernt wurde und wie umfangreich die Qualifizierung war.
- Erstellen Sie ein kurzes Portfolio (max. 6 Seiten) mit Arbeitsproben oder Projektzusammenfassungen. Das ist besonders beim Quereinstieg ein starker Praxisbeleg. Prüfpunkt: Jede Arbeitsprobe hat Ziel, Vorgehen und Ergebnis (vorher/nachher oder messbarer Output).
- Prüfen Sie, ob Ihr Vorhaben Genehmigungen oder Eintragungen erfordert, und dokumentieren Sie den Status. Das verhindert formale Stopper. Prüfpunkt: Sie haben eine Liste „erforderlich / vorhanden / beantragt / Termin“ mit Belegen je Punkt.
- Sorgen Sie für Konsistenz zwischen Qualifikation und Konzept: Wenn Sie z. B. „Premium-Beratung“ anbieten, sollten Nachweise und Referenzen dieses Niveau stützen. Prüfpunkt: Die drei wichtigsten Leistungsversprechen im Businessplan haben jeweils mindestens einen passenden Beleg.
- Stellen Sie sicher, dass Businessplan und Finanzplanung vollständig sind, weil die fachkundige Stelle diese zur Tragfähigkeitsbewertung benötigt. Prüfpunkt: Businessplan, Kapitalbedarfs- und Finanzierungsplan sowie Umsatz-/Rentabilitätsvorschau liegen in finaler Version vor (vgl. Unterlagenhinweise der Arbeitsagentur). Bundesagentur für Arbeit – Gründungszuschuss beantragen.
- Bauen Sie eine Anlagenstruktur mit Deckblatt, Inhaltsverzeichnis und eindeutigen Dateinamen. Das beschleunigt die Prüfung. Prüfpunkt: Eine Person findet jeden Nachweis innerhalb von 60 Sekunden anhand des Inhaltsverzeichnisses.
- Klären Sie früh, welche Unterlagen Ihre gewählte fachkundige Stelle konkret sehen will (kleine Abweichungen sind üblich). Viele IHKs nennen dazu eigene Listen. Prüfpunkt: Sie haben eine schriftliche oder per E-Mail bestätigte Unterlagenliste Ihrer fachkundigen Stelle.
Typische Fehler und Korrekturen
Unklare Passung zwischen Nachweisen und Tätigkeit
- Problem: Sie legen viele Dokumente bei, aber es bleibt offen, warum genau diese Qualifikation zur geplanten Leistung passt.
- Korrektur: Ergänzen Sie eine 1-seitige Zuordnung „Leistung → Kompetenz → Beleg“ und streichen Sie irrelevante Anlagen.
Zertifikate ohne Aussagekraft (ohne Inhalte/Umfang)
- Problem: Ein Zertifikat zeigt den Titel, aber nicht, was tatsächlich gelernt wurde.
- Korrektur: Fügen Sie Kursbeschreibung, Inhaltsübersicht oder Stundenumfang hinzu und verknüpfen Sie das Gelernte mit einer Arbeitsprobe.
Lebenslauf wirkt „arbeitsuchend“, nicht „gründungsfähig“
- Problem: Stationen sind gelistet, aber unternehmerische Aufgaben, Verantwortung und Ergebnisse fehlen.
- Korrektur: Ergänzen Sie pro relevanter Station 2–3 Ergebnis- oder Verantwortungsbulletpoints (z. B. Umsatzverantwortung, Projektleitung, Kundenkontakt).
Reglementierte Anforderungen werden erst spät geklärt
- Problem: Die Tragfähigkeitsprüfung läuft, aber am Ende fehlt eine zwingende Erlaubnis oder Eintragung.
- Korrektur: Klären Sie vor Einreichung, ob Ihr Vorhaben erlaubnispflichtig ist, und legen Sie den Nachweis oder mindestens den Antrags-/Terminstatus bei.
Finanzplanung ist fachlich plausibel, aber rechnerisch uneinheitlich
- Problem: Zahlen widersprechen sich (z. B. Umsätze in der Rentabilität passen nicht zur Liquidität).
- Korrektur: Prüfen Sie die „Dreier-Konsistenz“: gleiche Umsatzlogik in Umsatz-/Rentabilitätsvorschau, Liquiditätsplan und Kapitalbedarf.
Unterlagenpaket ist schwer prüfbar (Scans, Reihenfolge, Dateinamen)
- Problem: Dokumente sind schlecht lesbar oder ungeordnet; Rückfragen werden wahrscheinlicher.
- Korrektur: Vereinheitlichen Sie Scans (lesbar, vollständig), nutzen Sie klare Dateinamen und ein Inhaltsverzeichnis.
Häufige Fragen
Welche Qualifikationsnachweise verlangt die Arbeitsagentur konkret?
Es gibt selten eine starre Checkliste „für alle“. Die Arbeitsagentur prüft im Rahmen ihres Ermessens, ob Sie die notwendigen Kompetenzen und Kenntnisse besitzen; dafür sind u. a. Qualifikations- und/oder Berufserfahrungsnachweise wichtig. Bundesagentur für Arbeit – Gründungszuschuss beantragen
Reicht Berufserfahrung ohne Abschluss?
Das kann im Einzelfall funktionieren, wenn die Erfahrung gut dokumentiert ist (Tätigkeitsnachweise, Projekte, Referenzen) und das Gründungsvorhaben dazu passt. Entscheidend ist die Nachvollziehbarkeit Ihrer Fähigkeiten, nicht nur der formale Titel.
Was muss für die Tragfähigkeitsbescheinigung mindestens vorliegen?
Die Arbeitsagentur nennt als Unterlagen für die fachkundige Stelle insbesondere Businessplan, Kapitalbedarfs- und Finanzierungsplan sowie Umsatz- und Rentabilitätsvorschau. Bundesagentur für Arbeit – Gründungszuschuss beantragen
Wer darf eine fachkundige Stellungnahme ausstellen?
Im Gesetz werden u. a. IHK, HWK, berufsständische Kammern, Fachverbände und Kreditinstitute genannt. Gesetze im Internet – § 93 SGB III
Darf ich die fachkundige Stelle frei wählen?
Grundsätzlich ja; die Arbeitsagentur weist darauf hin, dass Sie die Stelle auswählen können und dass Kosten, die dadurch entstehen, nicht übernommen werden. Details und regionale Zuständigkeiten klären Sie am besten direkt mit der Stelle und Ihrer Arbeitsagentur. Bundesagentur für Arbeit – Gründungszuschuss beantragen
Muss ich alle Zeugnisse aus meinem gesamten Berufsleben beilegen?
Üblicherweise ist weniger mehr: Beilegen sollten Sie vor allem Nachweise, die Ihre Kernleistungen stützen. Alte oder fachfremde Zeugnisse können Sie weglassen, wenn sie keinen Mehrwert für die Eignungsdarlegung haben.
Was ist, wenn mir ein wichtiger Nachweis noch fehlt?
Dann hilft ein klarer Plan: (1) Nachweis beschaffen (Termin/Antrag), (2) Zwischenbeleg dokumentieren, (3) im Businessplan realistisch darstellen, ab wann Sie voll leistungsfähig sind. So vermeiden Sie „offene Flanken“ ohne Erklärung.
Welche Rolle spielt die Finanzplanung für Qualifikationsnachweise?
Indirekt eine große: Wenn Ihre Finanzplanung zeigt, dass Sie Preise, Auslastung und Kostenstruktur realistisch einschätzen, stützt das auch Ihre kaufmännische Eignung. Umgekehrt wecken rechnerische Brüche Zweifel an der Umsetzungsfähigkeit.
Gibt es eine gesetzliche Grundlage für Dauer und Höhe der Förderung?
Ja. Die Dauer und Höhe sind in § 94 SGB III geregelt (Phase 1 und mögliche Phase 2). Gesetze im Internet – § 94 SGB III
Quellen
- Bundesagentur für Arbeit – Gründungszuschuss beantragen
- Bundesagentur für Arbeit – Unterstützung für eine Existenzgründung (Gründungszuschuss)
- Gesetze im Internet (BMJ) – § 93 SGB III Gründungszuschuss
- Gesetze im Internet (BMJ) – § 94 SGB III Dauer und Höhe der Förderung
- IHK Berlin – Stellungnahme zum Gründungszuschuss
- IHK Lahn-Dill – IHK-Stellungnahme zum Gründungszuschuss (Unterlagenliste)
- Handwerkskammer Ulm – Gründungszuschuss (Tragfähigkeitsprüfung im Handwerk)
- hamburg.de – Fachkundige Stellungnahme der IHK für Gründungszuschuss einholen (Unterlagen)
- BMWK/BMWE Existenzgründungsportal – GründerZeiten 16: Gründung aus der Arbeitslosigkeit (PDF)